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  • RAD2007 auf HP Vista

    2008 - 09.23

    Ich hatte ja schon zuvor angedeutet, dass ich massive Probleme hatte RAD2007 auf einem Vista zur Benutzbarkeit zu bringen. HP hatte auf meinem neuen Laptop ein x64 Vista zur Auswahl angeboten und da der Lappi mit 4 GB bestückt ist, war es die beste Wahl. Die Probleme fingen damit an, dass sämtliche Ausgabepfade von der IDE ignoriert wurden und er die Intermediates und Endprodukte immer im selben Verzeichnis abgelegt hatte wie die Quelldateien bzw. Projektdateien. Es gab viele mögliche Fehlerquellen, angefangen vom x64 Vista, ein deutsches Vista, eine deutsche RAD Installation, ein Laptop, Environments nicht interpretiert bzw. verfügbar, etc. Vieles konnte nach und nach ausgeschlossen werden, da es auch in der englischen RAD Installation nicht funktionierte, weil es auch auf einem x86 Vista nicht funktionierte, etc. Da auch die Suchpfade ordentlich aufgelöst wurden und in ihren Angaben Environmentvariablen verwendeten, konnte es auch nicht an diesen liegen. So langsam war ich am verzweifeln und hatte sogar schon bei Andreas Hausladen (bekannt für sein DSU (Delphi Speed Up)) angefragt, ob er solche Probleme auf einem x64 Vista kennt. Er selbst arbeitete aber schon länger erfolgreich auf einem deutschen x64 Vista mit einer deutschen RAD2007 Installation und kannte solche Probleme nicht. Also irgendwas war faul, nur was. Ich fing dann an, nach einem Tipp von Andreas, mit dem Process Explorer von Mark Russinovich und Bryce Cogswell nachzuschauen, was die IDE denn macht. Grundsätzlich hätte ich Schreibversuche in den angegebenen Verzeichnisse erwartet, welche fehlschlagen oder falsch gelesene Registry Daten etc. – aber nichts. Die IDE öffnete die Dateien direkt in dem falschen Verzeichnis zur Ausgabe, als wenn es so konfiguriert wurde (dabei muss man für das aktuelle Projektverzeichnis sogar explizit ein “.” eintragen, weil er sonst in seinem Projektverzeichnis in dem User Pfad speichert). Das ganze trieb ich dann sogar soweit, dass ich mir das einlesen und die Daten der Projektdateien mit den Pfadkonfigurationen anschaute. Alles war wie eingestellt, nur das Verhalten der IDE nicht.
    Also auf an einen neuen Rechner. Einfach mal meinen alten Arbeitsrechner geschnappt mit x86 Vista und dort ausprobiert: alles wunderbar, keine Fehlfunktionen. Hmm, es haben ja noch andere einen neuen Laptop bekommen, also dort mal nachgefragt. Ein Kollege hatte den gleichen Laptop (Compaq/HP 8710w) gleichzeitig mit mir bekommen und in der gleichen Konfiguration. Er hatte sich aber für ein deutsches x86 Vista entschieden und hatte die gleiche Probleme. Also lag es schonmal nicht an der 64 Bit Version von Vista. Also auf zum nächsten Kollegen: hier auch wieder ein neuer HP Laptop (Compaq/HP 8710p) nur etwas kleiner als die anderen beiden und x86 Vista. Aber auch hier zeigte sich das gleiche Problem: die RAD IDE ignorierte alle Ausgabekonfigurationen. Das Problem war ungeklärt und blieb liegen. Die neuen Laptops waren zur Entwicklung mit dem RAD Studio ungeeignet…

    Ein paar Wochen später hatte ich meinen Laptop um eine grössere Platte aufgerüstet, da es nun auch 2.5″ 7.200 rpm Laufwerke mit mehr als 160 GB zu kaufen gab. Also eine 320 GB geordert und eingebaut und danach alles nochmal neu aufgesetzt. Diesmal aber nicht mit dem HP Recovery CDs sondern alles direkt von den aktuellen MSDN Vista Versionen. Diese hatten soweit die Patches von den jeweiligen Monaten schon mit drin und waren somit recht angenehm zu nutzen. Diesmal hatte ich mich dann gleich für ein englisches x64 Vista entschieden mit einer englischen RAD Studio Installation. Auch wenn ich nicht viele Hoffnungen hatte (extra nicht aktiviert), lief hier alles ohne Probleme. Keine falschen Ausgabeverzeichnisse, keine ignorierte Pfade, keine Probleme. Auch ein Test mit einer neuen deutschen x64 Vista Installation brachte das selbe Ergebnis zu Tage: Die originalen Installationen bereiten keine Probleme. Selbst nach dem alle HP Tools und Treiber installiert waren lief noch immer alles (sogar diese Reihenfolge wurde getauscht: englisches x64 Vista erst die Treiber, dann RAD; beim deutschen x64 Vista erst RAD, dann die Treiber). So liegt natürlich die Vermutung Nahe, das HP die Vista Versionen so angepasst und “customized” haben, dass es für das RAD Studio nicht mehr nutzbar waren.

    Der andere Compaq/HP 8710w wurde zwischenzeitlich auch neu installiert und hat seit dem auch keine Probleme mehr mit dem RAD Studio und ist somit voll nutzbar. Da der Fehler schlecht fassbar ist und HP bestimmt kein grosses Interesse hat, habe ich es nicht an HP gemeldet. Ich hoffe das dieser Artikel anderen HP Windows Nutzern ein paar frustrierende Stunden erspart…

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