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  • Netzteilsterben II & NXP LPC2478

    2009 - 12.20

    Ich wollte meinen alten Desktop Rechner nach fast zwei Jahren mal wieder in Betrieb nehmen, aber das Netzteil lief nur widerwillig an. Nach ein wenig probieren startete es endlich, aber es fiepte und roch ein wenig. Erstmal nichts bei gedacht, der Rechner stand ja nun schon zwei Jahre. Als aber nach kurzer Laufzeit der Geruch immer mehr in Richtung giftig ging, habe ich den Rechner abgeschaltet. Nach Lüften und Öffnen des Netzteils war die Ursache schnell gefunden: Die Kondensatoren an den Ausgängen haben dicke Backen gemacht bzw. sind schon deutlich aufgeplatzt. Da mein BeQuiet! Netzteil bisher immer einwandfrei lief und das bei einer nicht geringen Nutzungszeit, war das recht überraschend. Alle anderen zur gleichen Zeit (z.T. sogar gleiche Bestellung) gekauften BeQuiet! Netzteile von Kollegen waren nun schon zwischenzeitlich bei mir zu Reparatur (mit der gleichen Symptomatik). Die Lage der Kondensatoren in den BeQuiet! Netzteilen der alten Baureihen sind auch nicht gerade optimal für die Kondensatoren. Diese sitzen direkt unter und neben den Kühlkörpern der Sekundärseite und werden dadurch vom äußeren Umfeld mit geheizt. Der Lüfter des Netzteils saugt die warme Luft aus dem Netzteil ab und führt sie nach außen, aber leider sitzen die Kondensatoren direkt vor dem dicken Kabelbaum. Allein die Menge an Kabeln verhindern den Aufbau eines kühlenden Luftstroms von Rechner über die Kondensatoren und der Sekundärseite zum Lüfter nach außen. Dadurch wird nach einer gewissen Zeit der Arbeitsplatz der Kondensatoren zu warm und sie beginnen zu trocknen bzw. auszugasen – da hilft die Temperaturfestigkeit von 105 °C nicht.
    Ich bin bisher immer sehr zufrieden gewesen mit BeQuiet! Netzteilen und hatte sie deshalb früher immer wieder empfohlen. Nun machen mir natürlich diese Ausfälle sorgen, da es sich ein immer gleiches Bild ergibt: zu eng, zu warm und dann geplatzt/ausgegast. Ich habe mich in dem Zusammenhang mal mit einem lokalen Computerhändler unterhalten und dieser meinte, dass BeQuiet! seine neuen Netzteile umstrukturiert hat so das die Kondensatoren nun besser in dem Luftstrom des Lüfters liegen. Ich habe mir nun ein Neues bestellt mit Hinblick auf den Aufbau eines neuen Rechners. Somit kann das neue Netzteil erstmal den alten Rechner bis zu seiner Entsorgung befeuern um dann in den neuen Rechner umzuziehen. Der alte Pentium IV (“Prescott” Kern) mit 3,4 GHz ist eine reine Heizung und der schlechteste 80×86 in Sachen TDP aller Zeiten. Der Rechner schluckt schon im Leerlauf fast 200W und unter Last rund 320W, somit muss er dringend durch neue Technik ersetzt werden. Die Stromkosten und die Umwelt wird es danken…

    Den alten Rechner hatte ich nur vorgeholt, da ich einen Entwicklungsrechner benötigte um neue Targets zu unterstützen. Auf dem auch beruflich genutzten Laptop sollten diese nicht noch mit rauf, da sonst die anderen Entwicklungsumgebungen Probleme bekommen. Da ich soweit Elektronik nur zu Hause entwickle, bot sich ein lokaler Desktop an. Aktuell benötige ich den GCC für 8 Bit AVR Targets sowie ARM7 Targets. Ersteres für das endgültige Fertigstellen der Aqua Fan Control Steuerung und letzteres für die Entwicklerplatine mit dem LPC2478 von NXP. NXP hat/hatte in einer Aktion Samples verschenkt zu seiner LPC ARM7 Reihe und dort habe ich mir einen LPC2478 und einen LPC1766 geholt. Für den LPC2478 hat Omega ein Board erstellt und per Sammelbestellung fertigen lassen (samt Bauteilesatz). Ich habe meine Platine nun aufgebaut (nach dem ich mir für die Ethernet PHY extra noch eine Heißluftlötstation gekauft habe) und sie läuft soweit mit den Testprogrammen von Omega. Nun ist es an der Zeit selbst Hand anzulegen und das Projekt voran zu bringen und einen funktionalen Sinn zu geben. Es sind soweit meine ersten Schritte auf ARM7 Terrain (abgesehen von dem NGW100) und ich bin erstmal recht positiv überrascht. Die Dokumentationslage ist wirklich gut und mit dem schon von Haus aus integrierten Bootloader ist es auch ohne teure Harsware (JTAG/ISP) möglich seine Programme in den Flash zu bekommen. Es ist eine nette kleine MCU mit vielen Features somit muss man einfach mal schauen was sich damit alles realisieren läßt.

    Erstmal aber muss ich wieder arbeitsfähig werden in Sachen Aqua Fan Control. Ich hatte als letztes die Temperature History Funktion implementiert und es fehlt dort nur noch eine entsprechende Komponente um den Temperaturverlauf entsprechend anzuzeigen. Auch die Konfiguration des zweiten Nachtzykluses muss noch implementiert werden, auf Seiten des Controllers hatte ich dies schon erledigt. Die Dokumentation und der Schaltplan müssen überarbeitet werden und von der Programmierung muss noch ein wenig was zur EMV getan werden. Ich hoffe aber dies noch vor Neujahr erledigen zu können. Das Update der ID3Lib ist zwar noch geplant, aber ob dies noch dieses Jahr geschieht ist fraglich, denn bisher gibt es kaum Interesse bzw. Nutzer der selbigen.

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    One Response to “Netzteilsterben II & NXP LPC2478”

    1. Robert says:

      Oh man, das übliche. Na dann drück mal die daumen dass mein beQuiet noch etwas durchhält :-)

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